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Die Rolex-Garantiekarte: Was draufsteht und worauf Sie achten sollten
Die Garantiekarte ist das kleinste Teil im Lieferumfang einer Rolex und das wichtigste. Sie verbindet die Uhr mit ihrem Erstverkauf, belegt den Anspruch auf die Herstellergarantie und ist beim späteren Verkauf der erste Nachweis, nach dem ein Käufer fragt. Trotzdem wissen viele Besitzer nicht genau, was auf ihrer Karte steht. Dieser Beitrag erklärt es.
Was die Garantiekarte ist
Rolex gibt jede neue Uhr mit einer internationalen Garantiekarte aus. Sie wird vom autorisierten Konzessionär beim Verkauf ausgefüllt beziehungsweise aktiviert und belegt, dass die Uhr über das offizielle Händlernetz verkauft wurde. Die Herstellergarantie beginnt mit dem Datum, das auf der Karte steht, und gilt weltweit bei allen offiziellen Servicestellen.
Je nach Alter der Uhr sieht die Karte unterschiedlich aus. Ältere Uhren haben Garantiezertifikate aus Papier, jüngere eine Karte im Scheckkartenformat. Das Format sagt nichts über die Echtheit aus; entscheidend ist, dass die Angaben stimmen.
Was auf der Karte steht
Auf einer aktuellen Garantiekarte finden Sie im Wesentlichen:
- Modellbezeichnung, etwa Datejust 41 oder Day-Date 40.
- Referenznummer, die Modell, Material und oft die Lünette kodiert, etwa 126334 für eine Datejust 41 in Weiß-Rolesor mit geriffelter Weißgoldlünette.
- Seriennummer, die individuelle Nummer genau dieser Uhr.
- Kaufdatum, das den Beginn der Garantie markiert.
- Konzessionär, also Name und Ort des autorisierten Händlers, der die Uhr verkauft hat.
Die Karte nennt nicht die Zifferblattfarbe im Klartext und nicht jedes Ausstattungsdetail. Wer die exakte Ausführung prüfen möchte, vergleicht die Uhr mit der Referenz und den bekannten Varianten.
Die drei wichtigsten Prüfungen
Wenn Sie eine Rolex mit Garantiekarte kaufen, prüfen Sie drei Dinge.
Erstens: Stimmt die Seriennummer? Die Nummer auf der Karte muss exakt mit der Nummer auf der Uhr übereinstimmen. Bei aktuellen Modellen ist sie auf dem Rehaut graviert, dem inneren Ring zwischen Zifferblatt und Glas, bei sechs Uhr. Bei älteren Uhren sitzt sie zwischen den Bandanstößen und ist nur bei abgenommenem Band zu sehen. Wie Sie sie lesen, erklärt der Beitrag Seriennummer und Referenznummer.
Zweitens: Passt die Referenz zur Uhr? Die Referenz auf der Karte muss zu Gehäuse, Lünette und Material der Uhr passen. Eine Karte mit der Referenz einer Stahluhr gehört nicht zu einer Uhr mit Goldlünette.
Drittens: Ist das Datum plausibel? Das Kaufdatum sollte zum Produktionszeitraum der Referenz passen. Eine Karte, die ein Datum vor der Markteinführung eines Modells zeigt, ist ein deutliches Warnsignal.
Garantiekarte und Herstellergarantie
Die Herstellergarantie für aktuelle Rolex-Uhren beträgt fünf Jahre ab dem Kaufdatum auf der Karte. Für die meisten Uhren in unserem Bestand, die ungetragen und aus aktueller Produktion sind, läuft diese Garantie zum Kaufzeitpunkt noch. Auf unseren Produktseiten weisen wir das Garantiedatum aus, wenn es bekannt ist. Die Details erklärt der Beitrag Rolex-Herstellergarantie.
Wichtig für Käufer bei einem unabhängigen Händler: Die Herstellergarantie gilt unabhängig davon, bei wem Sie die Uhr gekauft haben, solange die Karte von einem autorisierten Konzessionär ausgestellt wurde. Zusätzlich gewähren wir eine eigene Garantie von 24 Monaten auf ungetragene und 12 Monaten auf Certified-Pre-Owned-Uhren. Die Bedingungen stehen unter Garantie.
Was, wenn die Karte fehlt?
Eine Uhr ohne Garantiekarte ist nicht automatisch problematisch, aber sie verlangt mehr Sorgfalt bei der Herkunft. Ohne Karte ist ein Garantiefall schwer nachzuweisen, und der Wiederverkaufswert ist in der Regel niedriger. Was Sie in diesem Fall prüfen sollten, erklärt der Beitrag Rolex ohne Papiere kaufen.
Typische Unstimmigkeiten
In der Praxis begegnen uns immer wieder dieselben Fehler. Eine Karte mit korrekt aussehender Seriennummer, die aber eine Ziffer von der Nummer auf der Uhr abweicht. Eine Karte, deren Referenz eine andere Lünette beschreibt als die, die auf der Uhr sitzt — etwa weil die Lünette getauscht wurde. Und Karten, deren Druckbild, Schrift oder Material nicht zum angegebenen Jahrgang passen. Keine dieser Auffälligkeiten beweist allein eine Fälschung, aber jede verlangt eine Erklärung, bevor Sie kaufen. Ein seriöser Verkäufer spricht sie von sich aus an.
Datenschutz auf der Karte
Auf der Garantiekarte steht der Name des Konzessionärs, nicht der Name des Käufers. Beim Weiterverkauf geben Sie also keine persönlichen Daten preis. Anders ist es mit der Rechnung: Sie enthält Ihren Namen und Ihre Adresse. Wenn Sie eine Uhr verkaufen, reicht in der Regel eine Kopie mit geschwärzten persönlichen Daten.
Aufbewahrung
Bewahren Sie die Garantiekarte zusammen mit der Uhr in der Box auf, nicht bei Ihren übrigen Unterlagen. Fotografieren Sie Vorder- und Rückseite und speichern Sie die Aufnahmen getrennt. Geht die Karte verloren, stellt Rolex keinen Ersatz aus. Ein Foto ersetzt die Karte nicht, kann aber im Schadensfall bei der Versicherung und bei der Beschreibung der Uhr helfen.
Wie wir prüfen
Bei jeder Uhr gleichen wir vor dem Versand Seriennummer, Referenz und Garantiekarte miteinander ab und prüfen die Uhr selbst auf Echtheit. Das Ergebnis steht im Prüfprotokoll, das der Uhr beiliegt. Den vollständigen Ablauf beschreibt die Seite Echtheit & Herkunft.
Fazit
Die Garantiekarte verbindet Ihre Uhr mit ihrem Erstverkauf. Prüfen Sie Seriennummer, Referenz und Datum, bewahren Sie die Karte bei der Uhr auf und fotografieren Sie sie. Dann ist sie im Garantiefall, bei der Versicherung und beim Wiederverkauf genau das, wofür sie gedacht ist: ein Nachweis.
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