Full Set & Papiere
Full Set prüfen: So kontrollieren Sie Box, Garantiekarte und Beilagen
„Full Set“ ist beim Rolex-Kauf ein Versprechen: Die Uhr kommt mit Originalbox, Garantiekarte und Beilagen. Ob das Versprechen gehalten wird, prüfen Sie am besten selbst — in Ruhe, nach der Lieferung, mit dieser Anleitung. Was grundsätzlich zu einem Full Set gehört, erklärt der Beitrag Full Set bei Rolex. Hier geht es darum, wie Sie es kontrollieren.
Vorbereitung
Legen Sie die Uhr, die Garantiekarte und die Auftragsbestätigung nebeneinander. Gute Beleuchtung und eine Lupe helfen, sind aber nicht zwingend. Fotografieren Sie beim Auspacken; das hilft, falls Sie später eine Frage klären möchten.
1. Die Garantiekarte
Seit einigen Jahren gibt Rolex eine Garantiekarte im Scheckkartenformat aus. Auf ihr stehen Referenz, Seriennummer und das Datum, an dem die Garantie beginnt, dazu der Konzessionär.
Die Seriennummer muss exakt mit der Nummer auf der Uhr übereinstimmen. Bei aktuellen Modellen ist sie auf dem Rehaut bei sechs Uhr eingraviert, also auf dem inneren Ring zwischen Zifferblatt und Glas. Sie brauchen dafür etwas Licht und einen schrägen Blickwinkel. Wie Sie Nummern lesen, erklärt der Beitrag Seriennummer und Referenznummer.
Die Referenz auf der Karte muss zur Uhr passen — Material, Lünette und Größe eingeschlossen.
Das Datum sollte zu Ihren Unterlagen passen. Bei einer ungetragenen Uhr aus dem Markt liegt es oft einige Wochen oder Monate zurück; ab diesem Datum laufen die fünf Jahre Herstellergarantie. Bei uns steht das Garantiedatum auf der Produktseite.
2. Die Box
Zu jeder Rolex gehört eine Präsentationsbox, meist mit Umkarton. Die Box sollte zur Modellfamilie passen und in dem Zustand sein, den die Produktseite beschreibt. Leichte Transportspuren am Umkarton sind normal, ein fehlender Umkarton sollte angegeben sein.
3. Die Beilagen
Je nach Modell liegen Anhänger, Broschüren, eine Kartenhülle und gegebenenfalls Ersatzglieder für das Band bei. Nicht jede Uhr hat jede Beilage, und nicht jede Beilage ist wichtig. Entscheidend ist, dass geliefert wird, was angegeben war. Bei neuen Uhren hängen oft noch Schutzfolien und Anhänger an Gehäuse und Band.
4. Die Unterlagen des Händlers
Zur Lieferung gehören die Rechnung und bei uns das Prüfprotokoll. Das Protokoll nennt Referenz und Seriennummer und dokumentiert, was geprüft wurde. Mehr dazu im Beitrag Das Prüfprotokoll einer Rolex.
Typische Unstimmigkeiten
- Die Seriennummer auf der Karte weicht in einer Stelle ab.
- Die Referenz auf der Karte gehört zu einer anderen Lünette oder einem anderen Metall.
- Die Box stammt aus einer anderen Familie oder Generation.
- Das Garantiedatum liegt vor dem Produktionszeitraum der Referenz.
Jede dieser Abweichungen ist ein Grund zur Nachfrage, bevor die Uhr getragen wird. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular mit Fotos; wir klären das schriftlich.
Wichtig: Papiere sind kein Echtheitsbeweis
Box und Karte lassen sich fälschen oder mit einer anderen Uhr kombinieren. Ein Full Set erhöht die Nachvollziehbarkeit, ersetzt aber keine Prüfung der Uhr selbst. Deshalb prüfen wir jede Uhr vor dem Versand — mit oder ohne Papiere.
Ein Beispiel
Bei einer Datejust 31 278274 mit grünem Zifferblatt prüfen Sie: Stimmen Seriennummer und Referenz auf Karte und Rehaut überein? Passt das Datum zur Angabe auf der Produktseite? Liegen Box, Umkarton und Beilagen bei? Wenn alles stimmt, haben Sie ein vollständiges Set, das beim Tragen, Versichern und einem späteren Verkauf seinen Wert behält. Weitere Ausführungen finden Sie unter Datejust 31.
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