Echtheit

Das Prüfprotokoll einer Rolex: Was drinstehen sollte

Chronaro Editorial · · 3 Min. Lesezeit

Illustration: Lupe über einer eingravierten Seriennummer als Sinnbild für das Prüfprotokoll einer Rolex

„Echtheit geprüft“ steht auf vielen Angeboten. Was geprüft wurde, steht auf wenigen. Dabei ist genau das die Information, die Käufer brauchen: Ein Prüfprotokoll macht aus einem Versprechen einen nachvollziehbaren Befund. Dieser Beitrag beschreibt, was ein aussagekräftiges Protokoll enthält — und was Sie bei Chronaro erhalten.

Wozu ein Protokoll?

Ein Protokoll dokumentiert den Zustand der Uhr zum Zeitpunkt des Verkaufs. Es hilft Ihnen bei der Kontrolle nach der Lieferung, bei der Versicherung, bei einem späteren Service und bei einem Weiterverkauf. Und es zwingt den Händler, sich festzulegen: Wer schreibt, was er geprüft hat, übernimmt dafür Verantwortung.

1. Die Identität der Uhr

Am Anfang stehen die Angaben, die die Uhr eindeutig machen: Referenz, Seriennummer, Kaliber, Material, Zifferblatt und Lünette. Die Seriennummer im Protokoll muss mit der Gravur auf dem Rehaut und — soweit vorhanden — mit der Garantiekarte übereinstimmen. Wie Sie das selbst abgleichen, erklärt Seriennummer und Referenznummer.

2. Die Prüfpunkte

Ein gutes Protokoll listet die Bauteile einzeln auf:

  • Gehäuse: Gravuren, Kanten, Zustand der Oberflächen, Krone und Tubus.
  • Zifferblatt und Zeiger: Druck, Indizes, Leuchtmasse, Sitz der Zeiger.
  • Glas und Zykloplupe: Vergrößerung, Sitz über dem Datum, Lasergravur bei aktuellen Modellen.
  • Lünette: Material, Rastung bei drehbaren Lünetten, Einlage.
  • Band und Schließe: Stempel, Gliederzahl, Zustand der Schließe.
  • Werk: Bei Uhren aus Vorbesitz zusätzlich Gangverhalten und technische Funktion.

Worauf man bei den einzelnen Punkten achtet, beschreiben die Beiträge Rolex auf Echtheit prüfen und Aftermarket-Teile erkennen.

3. Papiere und Lieferumfang

Das Protokoll sollte festhalten, was zur Uhr gehört: Garantiekarte mit Datum, Box, Beilagen. Fehlt etwas, gehört auch das hinein. Bei Uhren ohne Papiere stellen wir eine schriftliche Echtheitsbestätigung aus.

4. Das Ergebnis

Am Ende steht ein klares Ergebnis: Die Uhr ist original, alle geprüften Bauteile gehören zu dieser Referenz, es wurden keine nachträglichen Veränderungen festgestellt. Datum und Unterschrift machen den Befund zuordenbar.

Fragen, die Sie stellen sollten

Bevor Sie bei einem Händler kaufen, fragen Sie: Wer prüft die Uhr, und mit welcher Erfahrung? Wird das Werk bei Uhren aus Vorbesitz geöffnet oder nur von außen beurteilt? Erhalte ich das Ergebnis schriftlich, mit Seriennummer? Und was passiert, wenn eine Angabe im Protokoll nicht stimmt? Ein seriöser Händler beantwortet diese Fragen ohne Zögern — und schriftlich.

Was ein Protokoll nicht leisten kann

Ein Protokoll ist ein Befund zu einem Zeitpunkt. Es ersetzt keinen Service, und es garantiert nicht, dass eine Uhr in Jahren noch genauso läuft. Dafür gibt es die Garantie. Und ein Protokoll ist nur so viel wert wie der, der es ausstellt — deshalb gehört zu jeder Prüfung ein identifizierbarer Anbieter.

Was Sie bei Chronaro erhalten

Jede Uhr wird vor dem Versand geprüft: Werk, Gehäuse, Zifferblatt, Zeiger, Band und Schließe werden einzeln protokolliert, Seriennummer und Papiere abgeglichen. Bei Uhren aus Vorbesitz prüfen wir zusätzlich Ganggenauigkeit und technische Unversehrtheit und regulieren bei Bedarf. Das Protokoll liegt der Uhr bei. Den Prozess beschreibt die Seite Echtheit & Herkunft.

Ein Beispiel

Bei einer Day-Date 40 228238 in Gelbgold hält das Protokoll unter anderem fest: Referenz und Seriennummer, Gehäuse und Präsidentband in 18 Karat Gelbgold mit passenden Stempeln, Wochentags- und Datumsanzeige, Sitz der Zykloplupe, Zustand der geriffelten Lünette. Weitere Ausführungen finden Sie unter Day-Date 40.

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