Material & Technik

Chromalight: Die blaue Leuchtmasse von Rolex erklärt

Chronaro Editorial · · 3 Min. Lesezeit

Illustration: Zifferblatt einer Taucheruhr im Dunkeln mit blau leuchtenden Indizes und Zeigern

Im Dunkeln erkennt man eine moderne Rolex an ihrem Leuchten: Indizes und Zeiger glimmen in einem klaren Blau. Die Leuchtmasse dahinter heißt Chromalight. Sie ist ein unscheinbares, aber wichtiges Detail — vor allem bei Taucheruhren, deren Ablesbarkeit unter Wasser über Sicherheit entscheidet.

Was Chromalight ist

Chromalight ist die Leuchtmasse, die Rolex seit einigen Jahren für die meisten Modelle verwendet. Sie ist nicht radioaktiv, sondern lädt sich mit Licht auf und gibt es im Dunkeln als blaues Leuchten wieder ab. Nach Angaben des Herstellers leuchtet sie deutlich länger und gleichmäßiger als frühere Leuchtmassen — lange genug für einen Tauchgang oder eine Nacht.

Warum Blau?

Das menschliche Auge ist im Dunkeln für bläuliches Licht empfindlicher als für grünliches. Ein blaues Leuchten wirkt deshalb bei schwachem Licht heller. Für eine Taucheruhr, die in der Tiefe abgelesen werden muss, ist das ein echter Vorteil. Und es ist ein Erkennungsmerkmal: Das Blau ist für viele das Leuchten einer modernen Rolex.

Wie es früher war

Die Geschichte der Leuchtmassen ist eine Geschichte der Sicherheit. Frühe Uhren verwendeten radioaktive Stoffe, später Tritium, das nach einigen Jahren an Leuchtkraft verlor und sich oft cremig verfärbte. Danach folgten nicht radioaktive Leuchtmassen, die grünlich leuchteten. Chromalight ist die jüngste Stufe dieser Entwicklung. Bei Vintage-Uhren ist die gealterte Leuchtmasse übrigens ein Merkmal, das Sammler schätzen — bei einer modernen Uhr wäre sie ein Mangel.

Wo Chromalight verwendet wird

Besonders wichtig ist die Leuchtmasse bei den Taucheruhren — Submariner, Sea-Dweller, Deepsea —, bei denen auch der Punkt auf der Lünette leuchtet. Aber auch Explorer, GMT-Master II, Daytona und viele Datejust haben Leuchtmasse auf Indizes und Zeigern. Bei manchen Zifferblättern mit Diamanten oder römischen Ziffern ist sie nur auf den Zeigern oder fehlt ganz.

Was Käufer prüfen sollten

Gleichmäßigkeit. Laden Sie die Uhr mit Licht auf und betrachten Sie sie im Dunkeln. Alle Indizes und Zeiger sollten gleich hell und gleichfarbig leuchten.

Farbe bei Tageslicht. Bei Tageslicht sollte die Leuchtmasse weiß erscheinen, ohne Flecken oder Verfärbungen.

Passende Teile. Leuchten Zeiger und Indizes unterschiedlich, kann ein Teil ersetzt worden sein. Das muss kein Problem sein, sollte aber erklärt werden. Hinweise gibt Aftermarket-Teile erkennen.

Leuchtmasse und Service

Die Leuchtmasse einer modernen Rolex altert kaum. Sie muss im Service nicht erneuert werden, solange Zifferblatt und Zeiger unbeschädigt sind. Werden bei einer Revision Zeiger getauscht, achten Sie darauf, dass die neuen Teile im gleichen Farbton leuchten wie die Indizes. Ein seriöser Service dokumentiert jeden Tausch; mehr dazu in Revision und Service-Intervall.

Ein Test für zu Hause

Legen Sie die Uhr einige Minuten unter eine helle Lampe oder ins Tageslicht und gehen Sie dann in einen dunklen Raum. Nach einer Stunde sollte das Zifferblatt noch gut ablesbar sein. Wer die Uhr am Morgen nach einer Nacht auf dem Nachttisch ansieht, erkennt die Zeit in der Regel noch — ein schöner Beweis für die Ausdauer der Leuchtmasse.

Fazit

Chromalight ist eines der Details, die man erst bemerkt, wenn man sie braucht: nachts, im Kino, unter Wasser. Dann zeigt sich, warum Rolex so viel Aufwand in etwas steckt, das tagsüber unsichtbar ist. Beispiele aus unserem Bestand: die Submariner 124060 und die Sea-Dweller 126600. Alle Taucheruhren finden Sie unter Submariner und Sea-Dweller.

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