Vergleich

GMT-Master II oder Submariner: Welche Sportuhr passt zu Ihnen?

Chronaro Editorial · · 4 Min. Lesezeit

Rolex GMT-Master II "Bruce Wayne" 126710GRNR in Oystersteel – Seitenansicht mit Krone

Die GMT-Master II und die Submariner sind die beiden bekanntesten Sportuhren von Rolex. Beide sind robust, wasserdicht, alltagstauglich und haben eine drehbare Keramiklünette. Trotzdem sind sie für unterschiedliche Aufgaben gebaut, und wer sie am Handgelenk vergleicht, merkt schnell, dass sie sich anders anfühlen. Dieser Beitrag stellt beide gegenüber und hilft bei der Entscheidung.

Wofür sie gebaut wurden

Die Submariner ist eine Taucheruhr. Ihre Lünette dreht sich nur in eine Richtung und dient dazu, die Tauchzeit abzulesen: Beim Abtauchen wird die Markierung auf den Minutenzeiger gestellt, und selbst wenn die Lünette versehentlich verstellt wird, zeigt sie eher zu viel als zu wenig verstrichene Zeit an. Die Uhr ist bis 300 Meter wasserdicht.

Die GMT-Master II ist eine Reiseuhr. Ihre Lünette dreht in beide Richtungen und trägt eine 24-Stunden-Skala. Zusammen mit einem vierten Zeiger, der das Zifferblatt einmal in 24 Stunden umrundet, zeigt sie eine zweite Zeitzone an. Sie ist bis 100 Meter wasserdicht — für alles außer ernsthaftem Tauchen mehr als genug.

Gehäuse und Tragegefühl

Die aktuelle Submariner misst 41 Millimeter, die GMT-Master II 40 Millimeter. Der Unterschied klingt gering, ist am Handgelenk aber spürbar: Die Submariner hat breitere Bandanstöße und wirkt kräftiger, die GMT-Master II etwas schlanker. Beide sind flach genug, um unter eine Hemdmanschette zu passen.

Das Band unterscheidet sie ebenfalls. Die Submariner wird am Oyster-Band mit Glidelock-Schließe getragen, mit der Sie die Länge ohne Werkzeug in kleinen Schritten verstellen können. Die GMT-Master II gibt es am Oyster- und am Jubilé-Band. Das Jubilé-Band macht sie deutlich eleganter und bequemer, das Oyster-Band sportlicher.

Funktion im Alltag

Im Alltag nutzen die wenigsten Träger einer Submariner die Tauchlünette zum Tauchen. Sie ist aber eine nützliche Stoppuhr für kurze Zeiträume: Parkzeit, Kochzeit, Meeting. Die Lünette rastet mit sechzig klaren Klicks und lässt sich blind bedienen.

Die GMT-Master II ist im Alltag die vielseitigere Uhr, wenn Sie reisen oder mit Menschen in anderen Zeitzonen arbeiten. Der Stundenzeiger lässt sich unabhängig verstellen, sodass Sie am Zielort die Ortszeit einstellen, während der 24-Stunden-Zeiger die Heimatzeit hält. Wie das genau funktioniert, erklärt der Beitrag GMT-Master II: Lünetten und Kürzel.

Werke

Die Submariner ohne Datum arbeitet mit dem Kaliber 3230, die Submariner Date mit dem Kaliber 3235. Die GMT-Master II verwendet das Kaliber 3285. Alle drei gehören zur aktuellen Werkgeneration mit rund 70 Stunden Gangreserve, Chronergy-Hemmung und Parachrom-Spirale. Technisch sind die Uhren also gleichwertig.

Datum oder kein Datum

Die Submariner gibt es mit und ohne Datum. Die Version ohne Datum hat ein symmetrisches Zifferblatt und keine Zykloplupe auf dem Glas; sie gilt vielen als die puristischere Submariner. Die GMT-Master II hat immer ein Datum. Wer ein ruhiges, symmetrisches Zifferblatt möchte, findet es nur bei der Submariner.

Lünettenfarben

Bei der Submariner reicht die Auswahl von Schwarz über Grün bis Blau, je nach Material. Bei der GMT-Master II ist die zweifarbige Lünette das Markenzeichen: Blau und Rot, Blau und Schwarz, Grün und Schwarz, Grau und Schwarz und bei Goldmodellen Braun und Schwarz. Die GMT-Master II ist damit die farbigere Uhr, die Submariner die zurückhaltendere.

Materialien und Preise

Beide Uhren gibt es in Oystersteel, in Rolesor und in Gold. Die Stahlmodelle sind bei autorisierten Konzessionären seit Jahren schwer zu bekommen und werden auf dem freien Markt über dem Listenpreis gehandelt. Bei beiden Modellen hängen die Preise stark von Material und Lünettenfarbe ab. Aktuelle Preise und Lieferzeiten finden Sie in unserem Bestand unter GMT-Master II und Submariner, etwa die Submariner Date 126610LN und die GMT-Master II 126710BLNR.

Wasser, Sport und Urlaub

Für den Strandurlaub sind beide Uhren geeignet. Die Submariner hat aber zwei praktische Vorteile im Wasser: Die Triplock-Krone mit dreifacher Abdichtung und die Glidelock-Schließe, mit der Sie das Band in Sekunden über einem Neoprenärmel oder bei geschwollenem Handgelenk verlängern. Die GMT-Master II ist mit ihrer verschraubten Krone ebenso wasserdicht für Schwimmen und Schnorcheln, hat aber keine vergleichbare Feinverstellung am Band. Wer also viel Zeit im und am Wasser verbringt, wird die Submariner als die praktischere Uhr empfinden. Nach dem Baden gilt für beide: mit klarem Wasser abspülen und die Krone kontrollieren. Mehr dazu im Beitrag Wasserdichtheit einer Rolex.

Die Entscheidung

Drei Fragen helfen.

  1. Reisen Sie regelmäßig oder arbeiten Sie mit anderen Zeitzonen? Dann bietet die GMT-Master II einen echten Nutzen, den die Submariner nicht hat.
  2. Möchten Sie eine Uhr, die Sie nie schonen müssen? Die Submariner ist die robustere, wasserdichtere Uhr mit der praktischeren Schließe für Wasser und Sport.
  3. Wie wichtig ist Ihnen Farbe? Die GMT-Master II ist farbiger und auffälliger, die Submariner klassisch und zurückhaltend.

Wer keine dieser Fragen eindeutig beantworten kann, sollte beide Uhren am Handgelenk vergleichen oder sich zumindest die Maße neben einer eigenen Uhr vorstellen. Bei uns haben Sie nach Erhalt 21 Tage Zeit, die Uhr in Ruhe zu tragen und zu entscheiden; die Bedingungen stehen unter Widerrufsrecht.

Fazit

Die Submariner ist die Taucheruhr: robust, klar, bis 300 Meter wasserdicht, auf Wunsch ohne Datum. Die GMT-Master II ist die Reiseuhr: zweite Zeitzone, zweifarbige Lünette, am Jubilé-Band eleganter. Technisch sind beide gleichwertig. Wählen Sie nach Ihrem Alltag, nicht nach dem Ruf.

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