Vergleich

GMT-Master II oder Explorer II: Zwei Uhren mit 24-Stunden-Zeiger

Chronaro Editorial · · 3 Min. Lesezeit

Illustration zum Vergleich Rolex GMT-Master II und Explorer II: Zifferblatt mit orangefarbenem 24-Stunden-Zeiger und 24-Stunden-Skala

Zwei Rolex-Familien haben einen zusätzlichen Zeiger, der einmal in 24 Stunden um das Zifferblatt läuft: die GMT-Master II und die Explorer II. Beide können eine zweite Zeitzone anzeigen, beide sind robuste Sportuhren. Trotzdem wurden sie für verschiedene Menschen gebaut, und im Alltag unterscheiden sie sich mehr, als die gemeinsame Funktion vermuten lässt.

Wofür sie gebaut wurden

Die GMT-Master entstand in den 1950er-Jahren für Piloten auf Langstreckenflügen, die mehrere Zeitzonen gleichzeitig im Blick behalten mussten. Die Explorer II kam später für Forscher und Höhlenkletterer: Wer tagelang ohne Tageslicht unterwegs ist, braucht einen Zeiger, der zeigt, ob es drei Uhr nachmittags oder drei Uhr nachts ist.

Die Lünette: der entscheidende Unterschied

Die GMT-Master II hat eine beidseitig drehbare Lünette mit 24-Stunden-Skala aus Keramik, meist zweifarbig. Damit lesen Sie mit dem 24-Stunden-Zeiger eine zweite und durch Verdrehen der Lünette eine dritte Zeitzone ab.

Die Explorer II hat eine feste Lünette aus Stahl mit eingravierter 24-Stunden-Skala. Sie zeigt zwei Zeitzonen — die Ortszeit und eine Referenzzeit — oder bei einer Zeitzone die Unterscheidung von Tag und Nacht. Dafür ist sie unempfindlich, unaufgeregt und gut ablesbar.

Gehäuse und Wirkung

Die GMT-Master II misst 40 Millimeter und wirkt durch die farbige Keramiklünette lebhaft. Die Explorer II misst 42 Millimeter, hat aber durch die schmale Stahllünette ein großes, offenes Zifferblatt. Ihr orangefarbener 24-Stunden-Zeiger ist das Erkennungsmerkmal der Familie. Das Zifferblatt ist schwarz oder weiß; die weiße Variante wird in der Szene gern nach Polarlicht benannt.

Technik

Beide Uhren nutzen das Kaliber 3285 mit rund 70 Stunden Gangreserve. Bei beiden lässt sich der Stundenzeiger unabhängig verstellen, ohne die Uhr anzuhalten — beim Reisen ein echter Komfort. Beide haben ein Datum mit Zykloplupe und sind wasserdicht bis 100 Meter.

Wie Sie sie im Alltag nutzen

Mit der GMT-Master II stellen Sie den 24-Stunden-Zeiger auf die Heimatzeit und den Stundenzeiger auf die Ortszeit. Für eine dritte Zone drehen Sie die Lünette um die entsprechende Stundenzahl. Wer oft zwischen mehreren Kontinenten wechselt oder mit Kollegen in verschiedenen Zeitzonen arbeitet, profitiert davon.

Mit der Explorer II stellen Sie den 24-Stunden-Zeiger auf die Heimatzeit und lesen sie auf der festen Skala ab. Eine dritte Zone gibt es nicht. Für die meisten Reisenden genügt das vollkommen.

Preis und Verfügbarkeit

Die GMT-Master II in Stahl gehört zu den am stärksten gefragten Rolex und wird im Markt deutlich über dem Listenpreis gehandelt. Die Explorer II ist in der Regel leichter zu bekommen und liegt näher am Listenpreis. Wer die Funktion sucht, ohne den Aufschlag einer Kult-Referenz zu zahlen, findet in der Explorer II eine kluge Alternative.

Für wen welche Uhr?

Die GMT-Master II passt, wenn Sie Farbe mögen, drei Zeitzonen brauchen oder eine der ikonischen Lünetten tragen möchten, etwa die Pepsi oder die Batman.

Die Explorer II passt, wenn Sie ein großes, klares Zifferblatt schätzen, eine robuste Lünette ohne Keramik bevorzugen und eine Uhr suchen, die weniger Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beispiel aus unserem Bestand: Explorer II 226570.

Fazit

Die GMT-Master II ist die Uhr des Reisenden mit vielen Zeitzonen, die Explorer II die des Abenteurers, der wissen will, ob es Tag oder Nacht ist. Beide sind technisch auf demselben Stand; entscheidend sind Lünette, Größe und Temperament. Die ganze Explorer-Familie vergleicht Explorer oder Explorer II.

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