Pflege
Rolex reinigen und pflegen: So bleibt Ihre Uhr in gutem Zustand
Eine Rolex ist für den Alltag gebaut und braucht wenig Pflege. Aber sie braucht etwas. Schweiß, Hautfett, Creme, Staub und Salz sammeln sich zwischen den Bandgliedern, an der Lünette und am Gehäuseboden. Mit der Zeit sieht die Uhr matt aus, das Band riecht, und bei diamantbesetzten Uhren verlieren die Steine an Glanz. Eine einfache Routine verhindert das. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie Ihre Rolex zu Hause reinigen, was Sie vermeiden sollten und wann eine professionelle Pflege nötig ist.
Vor dem Reinigen: die Krone
Bevor Ihre Uhr mit Wasser in Berührung kommt, prüfen Sie die Krone. Sie muss vollständig eingeschraubt sein. Drücken Sie sie leicht an und drehen Sie sie im Uhrzeigersinn, bis sie nicht weiter geht. Eine offene Krone ist der häufigste Grund für Feuchtigkeit im Gehäuse. Bei einer Daytona gilt dasselbe für die Drücker.
Die Routine für zu Hause
Einmal im Monat genügt, bei täglichem Tragen im Sommer auch häufiger.
- Lauwarmes Wasser vorbereiten. Eine kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser und ein paar Tropfen milder Seife, etwa Handseife ohne Scheuermittel.
- Mit einer weichen Bürste reinigen. Eine weiche Zahnbürste eignet sich gut. Bürsten Sie Band und Gehäuse vorsichtig, besonders zwischen den Gliedern, an den Bandanstößen und unter der Schließe.
- Mit klarem Wasser abspülen. Unter fließendem lauwarmem Wasser, bei weiterhin verschraubter Krone.
- Trocknen. Mit einem weichen, fusselfreien Tuch abtupfen, auch zwischen den Gliedern. Lassen Sie die Uhr anschließend an der Luft vollständig trocknen, bevor Sie sie in eine Box legen.
Das ist alles. Rolex selbst empfiehlt für Oyster-Uhren eine Reinigung mit Seifenwasser und einer weichen Bürste. Mehr braucht es im Alltag nicht.
Nach Meer und Schwimmbad
Salzwasser und Chlor schaden der Uhr nicht unmittelbar, hinterlassen aber Rückstände, die sich zwischen den Gliedern und an den Dichtungen ablagern. Spülen Sie die Uhr nach dem Baden mit klarem Süßwasser ab, bei verschraubter Krone, und trocknen Sie sie. Drehen Sie bei Uhren mit drehbarer Lünette die Lünette dabei ein paarmal, damit Salzreste aus dem Mechanismus gespült werden.
Diamanten und Edelsteine
Bei Uhren mit Diamantbesatz sammeln sich Hautfett und Creme unter den Steinen, die dann an Brillanz verlieren. Die Routine ist dieselbe, nur etwas sorgfältiger: Bürsten Sie die Lünette mit der weichen Bürste von allen Seiten, damit auch die Unterseite der Steine sauber wird. Prüfen Sie dabei, ob alle Steine fest sitzen. Ein lockerer Stein gehört zum Fachmann, bevor er verloren geht. Mehr zu diamantbesetzten Uhren lesen Sie im Beitrag Diamanten bei Rolex.
Was Sie vermeiden sollten
- Ultraschallbäder für Schmuck. Sie sind für Uhren nicht gedacht und können Dichtungen, Leuchtmasse oder Steinfassungen belasten.
- Aggressive Reinigungsmittel. Alkohol, Lösungsmittel, Scheuermilch und Silberputzmittel greifen Oberflächen und Dichtungen an.
- Poliertücher mit Paste. Sie tragen Material ab und verändern die Oberflächen. Das Aufarbeiten von Gehäuse und Band gehört in die Hände einer Servicestelle.
- Heißes Wasser, Sauna und Dampf. Temperaturschwankungen belasten die Dichtungen und können zu Kondensation im Gehäuse führen.
- Starke Magnetfelder. Moderne Rolex-Werke sind gut gegen Magnetismus geschützt, aber Lautsprecher, Tabletabdeckungen oder Magnetverschlüsse von Taschen sind nicht der richtige Ablageort.
Lederbänder und Oysterflex
Lederbänder sollten nicht nass werden und nicht in Seifenwasser gereinigt werden. Wischen Sie sie mit einem trockenen, weichen Tuch ab und lassen Sie sie nach dem Tragen auslüften. Das Oysterflex-Band aus Elastomer ist dagegen wasserfest und wird wie ein Metallband mit Wasser und milder Seife gereinigt.
Aufbewahrung
Wenn Sie die Uhr nicht tragen, legen Sie sie in die Box oder auf ein weiches Tuch, nicht auf Stein oder Glas. Bewahren Sie sie getrennt von anderem Schmuck auf, damit nichts aneinander reibt. Eine Automatikuhr, die länger liegt, bleibt stehen; das schadet ihr nicht. Vor dem nächsten Tragen ziehen Sie sie über die Krone auf und stellen Zeit und Datum. Wie das geht, erklärt der Beitrag Rolex aufziehen und Datum einstellen. Ein Uhrenbeweger ist nicht nötig; wer einen verwendet, sollte ein Modell mit moderater Umdrehungszahl wählen.
Wann professionelle Pflege nötig ist
Die Reinigung zu Hause ersetzt keine Revision. Eine Revision beim Hersteller oder einer autorisierten Servicestelle umfasst die Zerlegung und Reinigung des Werks, den Austausch von Verschleißteilen und Dichtungen sowie eine Prüfung der Wasserdichtheit. Rolex empfiehlt für aktuelle Uhren Abstände von etwa zehn Jahren. Früher sollten Sie handeln, wenn die Uhr deutlich vor- oder nachgeht, stehen bleibt, sich die Krone schwer bewegen lässt oder Feuchtigkeit unter dem Glas sichtbar wird. Mehr dazu im Beitrag Revision und Service-Intervall.
Pflege bei Uhren, die Sie bei uns kaufen
Jede Uhr, die wir versenden, ist geprüft und gereinigt. Ungetragene Uhren tragen oft noch die Schutzfolien des Herstellers; entfernen Sie sie erst, wenn Sie sich sicher sind, die Uhr zu behalten, denn innerhalb der Widerrufsfrist muss die Uhr in unverändertem Zustand zurückkommen. Details stehen unter Rückgabe.
Fazit
Krone einschrauben, lauwarmes Wasser, milde Seife, weiche Bürste, gründlich trocknen — einmal im Monat. Nach dem Meer mit Süßwasser abspülen, Diamanten besonders sorgfältig reinigen, aggressive Mittel und Ultraschall meiden. Und alle etwa zehn Jahre zur Revision. Mehr braucht Ihre Rolex nicht.
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