Kaufberatung

Rolex als Wertanlage? Eine nüchterne Einordnung

Chronaro Editorial · · 3 Min. Lesezeit

Illustration: Linienchart mit Anstieg, Höhepunkt und Rückgang als Sinnbild für die Marktpreise von Rolex-Uhren

Kaum eine Frage wird beim Uhrenkauf so oft gestellt: Ist eine Rolex eine gute Wertanlage? Die ehrliche Antwort ist weniger spektakulär, als manche Schlagzeile vermuten lässt. Eine Rolex kann ihren Wert gut halten. Eine Anlage im finanziellen Sinn ist sie nur mit Einschränkungen. Dieser Beitrag ordnet ein.

Was die letzten Jahre gezeigt haben

Über viele Jahre sind die Marktpreise gefragter Rolex-Modelle gestiegen, zeitweise sehr stark. Besonders Stahl-Sportmodelle wie Daytona, Submariner und GMT-Master II wurden deutlich über dem Listenpreis gehandelt. Auf einen Höhepunkt folgte jedoch eine Phase, in der die Marktpreise vieler Modelle spürbar zurückgingen. Wer zum Höhepunkt gekauft hat, konnte beim Verkauf weniger erzielen als bezahlt.

Diese Entwicklung zeigt zweierlei: Rolex-Uhren sind im Markt stabiler als die meisten Luxusgüter. Und sie unterliegen trotzdem Schwankungen wie jeder andere Markt.

Was den Wert trägt

Die Marke. Rolex ist weltweit bekannt und begehrt, die Nachfrage ist breit.

Die Knappheit. Rolex fertigt begrenzte Stückzahlen, und gefragte Referenzen sind beim Konzessionär schwer zu bekommen.

Die Langlebigkeit. Eine gut gepflegte Rolex funktioniert Jahrzehnte.

Die Vollständigkeit. Uhren mit Box und Papieren erzielen im Markt meist höhere Preise; mehr dazu in Full Set bei Rolex.

Was man oft vergisst

Kosten. Service, Versicherung und Aufbewahrung kosten Geld. Über zehn Jahre summiert sich das.

Spanne. Zwischen dem Preis, zu dem ein Händler verkauft, und dem, den er selbst beim Einkauf zahlt, liegt eine Spanne. Wer kurzfristig verkaufen möchte, verliert oft einen Teil des Kaufpreises.

Zustand. Jede Tragespur, jede Aufarbeitung und jedes fehlende Dokument wirkt sich auf den Wiederverkaufspreis aus.

Liquidität. Eine Uhr lässt sich nicht so schnell und zu einem so klaren Preis verkaufen wie ein Wertpapier.

Welche Modelle ihren Wert eher halten

Grundsätzlich halten gefragte Referenzen in Stahl, vollständige Sets und Uhren in sehr gutem Zustand ihren Wert eher als seltene Farbkombinationen, stark aufgearbeitete Uhren oder Modelle ohne Papiere. Eine Garantie ist das nicht. Auch eine gefragte Uhr wie die Daytona 126500LN kann im Markt nachgeben.

Neu oder aus Vorbesitz?

Wer den Werterhalt im Blick hat, fragt oft, ob eine ungetragene Uhr oder eine aus Vorbesitz klüger ist. Eine ungetragene Uhr verliert mit dem ersten Tragen einen Teil ihres Aufschlags; eine getragene Uhr in sehr gutem Zustand hat diesen Schritt bereits hinter sich. Dafür hat die ungetragene meist mehr verbleibende Herstellergarantie. Beides kann sinnvoll sein. Die Unterschiede erklärt Ungetragen oder Certified Pre-Owned.

Eine realistische Haltung

Kaufen Sie eine Rolex, weil sie Ihnen gefällt und weil Sie sie tragen möchten. Betrachten Sie den Werterhalt als angenehmen Nebeneffekt, nicht als Geschäftsmodell. Wer so kauft, ist mit fast jeder Marktentwicklung zufrieden: Steigt der Preis, freut man sich; fällt er, hat man trotzdem eine Uhr, die man liebt.

Was wir nicht tun

Chronaro gibt keine Renditeversprechen und keine Anlageberatung. Wir zeigen Ihnen den Preis, den Zustand und die Vollständigkeit jeder Uhr — die Grundlage, auf der Sie selbst entscheiden. Wie Preise zustande kommen, erklärt Listenpreis und Marktpreis.

Fazit

Eine Rolex hält ihren Wert besser als die meisten Dinge, die man kaufen kann. Eine Wertanlage mit garantierter Rendite ist sie nicht. Wer das weiß, kauft entspannter und klüger. Unseren Bestand finden Sie unter Rolex Modelle, die Daytona-Familie unter Cosmograph Daytona.

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