Rolex-Familien
Oyster, Jubilé, President, Oysterflex: Die Rolex-Bänder im Vergleich
Das Band entscheidet mit darüber, wie eine Rolex wirkt und wie sie sich trägt. Zwei Datejust mit identischem Gehäuse und Zifferblatt sehen am Oyster-Band sportlich und am Jubilé-Band elegant aus. Rolex fertigt seine Metallbänder selbst und hat über Jahrzehnte eine überschaubare Zahl von Bandtypen entwickelt, die jeweils eng mit bestimmten Modellen verbunden sind. Dieser Beitrag stellt sie vor und erklärt, worauf Sie bei der Wahl achten sollten.
Das Oyster-Band
Das Oyster-Band ist das Standardband der Marke. Es besteht aus drei Reihen breiter, flacher Glieder; die äußeren sind meist satiniert, die mittleren je nach Modell satiniert oder poliert. Es wirkt sportlich und robust und ist das Band der Sportmodelle — Submariner, Explorer, Sea-Dweller, Daytona — sowie der Oyster Perpetual. Bei der Datejust ist es die sportlichere Alternative zum Jubilé-Band.
Im Alltag ist das Oyster-Band unkompliziert. Es verzeiht Stöße, zeigt Kratzer auf den satinierten Flächen kaum und ist leicht zu reinigen. Wer eine Uhr für jeden Tag sucht, die auch beim Sport oder im Urlaub nicht geschont werden muss, ist mit einem Oyster-Band gut beraten.
Das Jubilé-Band
Das Jubilé-Band wurde 1945 zusammen mit der Datejust eingeführt. Es besteht aus fünf Gliederreihen: breite, satinierte Außenglieder und drei Reihen kleiner, polierter Mittelglieder. Dadurch fällt es weicher und fließender als das Oyster-Band und wirkt eleganter. Bei Rolesor-Modellen sind die Mittelglieder aus Gold, was dem Band seinen typischen zweifarbigen Glanz gibt.
Lange war das Jubilé-Band der Datejust vorbehalten. Seit einigen Jahren bietet Rolex es auch für die GMT-Master II und die Sky-Dweller an. Viele Träger empfinden es als bequemer, weil sich die vielen kleinen Glieder besser an das Handgelenk anschmiegen. Der Nachteil: Die polierten Mittelglieder zeigen Kratzer eher, und Schmutz sammelt sich leichter zwischen den Gliedern. Eine gelegentliche Reinigung mit Wasser und Seife hält es sauber.
Das President-Band
Das President-Band gibt es nur in Gold und Platin. Es besteht aus drei Reihen halbrunder Glieder und wird mit einer verdeckten Crownclasp geschlossen, sodass von außen keine Schließe zu sehen ist. Es ist das Band der Day-Date, wird aber auch für Goldmodelle der Datejust 31 und der Lady-Datejust verwendet. Einen ausführlichen Beitrag dazu finden Sie unter Day-Date und das President-Band.
Das Oysterflex-Band
Das Oysterflex-Band ist Rolex' Antwort auf die Frage nach einem sportlichen, leichten Band für Goldmodelle. Es besteht aus einer flexiblen Metallklinge, die mit schwarzem Elastomer ummantelt ist. Längspolster auf der Innenseite halten die Uhr stabil am Handgelenk. Rolex verwendet es unter anderem für Goldausführungen der Daytona, der Yacht-Master und der Sky-Dweller.
Oysterflex ist wasserfest, pflegeleicht und deutlich leichter als ein Goldband. Wer eine Golduhr im Sommer oder beim Sport tragen möchte, schätzt das. Ein Metallband wirkt dagegen formeller und ist bei Gold ein wesentlicher Teil des Materialwerts.
Die Schließen
Jedes Band hat eine eigene Schließe, und auch hier gibt es Unterschiede:
- Oysterclasp: die klassische Faltschließe vieler Oyster-Bänder.
- Oysterlock: eine Faltschließe mit zusätzlicher Sicherungsklappe, die ein versehentliches Öffnen verhindert — typisch für Sportmodelle.
- Crownclasp: die verdeckte Schließe von President- und manchen Jubilé-Bändern.
- Glidelock: eine Feineinstellung ohne Werkzeug, bei der sich das Band in kleinen Schritten verlängern lässt, etwa um die Uhr über einem Tauchanzug zu tragen. Sie findet sich bei Submariner und Sea-Dweller.
- Easylink: eine Komfortverlängerung um etwa fünf Millimeter, die sich ohne Werkzeug ausklappen lässt — praktisch an warmen Tagen.
Welches Band passt zu Ihnen?
Drei Fragen helfen bei der Entscheidung. Erstens: Wie formell soll die Uhr wirken? Das Jubilé-Band ist eleganter, das Oyster-Band sportlicher. Zweitens: Wie beanspruchen Sie die Uhr? Wer viel mit den Händen arbeitet, fährt mit dem Oyster-Band besser. Drittens: Wie empfindlich sind Sie gegenüber Gewicht? Oysterflex ist die leichteste Wahl bei Golduhren.
Bei der Datejust haben Sie die Wahl zwischen Oyster und Jubilé, oft für dieselbe Kombination aus Gehäuse und Zifferblatt. Die Auswahl finden Sie unter Rolex Datejust, etwa die Datejust 41 in Weiß-Rolesor am Jubilé-Band. Wer eine sportliche Uhr am Oyster-Band sucht, wird unter Oyster Perpetual fündig.
Das Band richtig einstellen
Unabhängig vom Typ gilt: Ein Band sitzt richtig, wenn zwischen Band und Haut ein Finger Platz hat und die Uhr nicht über den Handgelenkknochen rutscht. Die Grobeinstellung erfolgt über die Zahl der Glieder, die Feineinstellung über die Löcher in der Schließe oder über Glidelock. Im Sommer, wenn das Handgelenk leicht anschwillt, hilft Easylink. Wir kürzen das Band vor dem Versand, wenn Sie uns Ihren Handgelenkumfang nennen, und legen die entnommenen Glieder bei.
Band nachträglich wechseln?
Grundsätzlich lässt sich ein Rolex-Band wechseln, sofern Gehäuse und Band kompatibel sind. Ein originales Band von Rolex zu beziehen, ist allerdings aufwendig, und nicht jede Kombination ist vorgesehen. Bänder von Drittanbietern verändern den Originalzustand der Uhr und mindern in der Regel den Wert. Wer unsicher ist, wählt beim Kauf lieber gleich das Band, das er dauerhaft tragen möchte.
Fazit
Oyster für den Alltag und den Sport, Jubilé für Eleganz, President für die Day-Date und Goldmodelle, Oysterflex für leichte Golduhren. Jedes Band hat seine Berechtigung. Wählen Sie nach Stil und Beanspruchung — und lassen Sie das Band vor dem Versand passend kürzen. Wie das geht, erklärt der Beitrag Rolex-Band anpassen.
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